Rückblick 2008
Hochkarätige Brillianten für internationale Erfolge made by P.S.I.
P.S.I.-Auktion – St. Emilion, Doletto und Lawito Preisspitzen in Ankum
Mit einem Gesamterlös in Höhe von 11.360.000 Euro für 51 Spring- und Dressurpferde, in einem Preisgefüge von 40.000 Euro bis 550.000 Euro, endete die 29. P.S.I.-Auktion im niedersächsischen Ankum. Einmal mehr zeigte sich, das die von Ullrich Kasselmann und Paul Schockemöhle vor fast 30 Jahren initiierte Performance Sales International das Maß aller Dinge im Auktionsgeschäft ist. Keine andere ist so erfolgreich wie die P.S.I.! In knapp vier Stunden veräußerten die P.S.I.-Initiatoren eine erlesene Kollektion von Spring- und Dressurpferden im Alter von drei bis sieben Jahren an Interessenten aus aller Welt und die sorgten für Bestmarken 2008 schon bei den Durchschnittspreisen.
Gleich dreimal wurde der absolute Spitzenpreis erzielt: Der lackschwarze Star der Dressurpferdekollektion, der erst drei Jahre alte bewegungsstarke Hengst St. Emilion von Sandro Hit, war seinen neuen Besitzern 550.000 Euro wert. Auch Doletto, ein dunkelbrauner Wallach von Diamond Hit erzielte diesen Preis. Und nochmals ging ein Raunen durch die Auktionshalle, als der sechs Jahre alte braune Oldenburger Landgold-Sohn Lawito aus der Springpferdekollektion derart überzeugend auftrat, dass wiederum erst bei 550.000 Euro der Hammer von Auktionator Uwe Heckmann fiel. Etliche Pferde gingen in Sportställe. So wird der Bundeschampion der vierjährigen Hengste, Laetare von Lord Loxley, künftig eine Box beim dänischen Dressurstar Andreas Helgstrand beziehen.
Insgesamt verteilt sich der Gesamterlös mit 6,2 Millionen Euro auf die Springpferdekollektion mit 26 Pferden und mit 5,1 Millionen Euro auf die Dressurpferdekollektion mit 25 Pferden. Der Durchschnittspreis bei den Dressurpferden lag bei 205.000 Euro, bei den Springpferden bei 239.000 Euro.
Ehre wem Ehre gebührt – Vier P.S.I.-Awards an herausragende Persönlichkeiten vergeben
Ankum, 13. Dezember 2008. Wenn Ullrich Kasselmann und Paul Schockemöhle zur P.S.I.-Auktion nach Ankum bitten, dann stehen so wie am 13. und 14. Dezember eigentlich die Pferde im Mittelpunkt. Nur am Samstagabend nicht, denn dann werden Persönlichkeiten geehrt, die im Sport und in der Pferdezucht herausragendes geleistet haben. Um dem Dank der Initiatoren der weltweit bedeutendsten Reitpferdeauktion Ausdruck zu verleihen, schufen Kasselmann und Schockemöhle die P.S.I.-Awards, die in verschiedenen Kategorien vergeben werden. Eine außergewöhnliche Skulptur, gefertigt von der berühmten Kristallerie Swarowski, symbolisiert diesen Dank. Vier P.S.I.-Awards wurden am Samstag, dem 13. Dezember, in Ankum vergeben und sie würdigen vier außergewöhnliche Menschen.
Lady Caroline Inchcape ist Großbritanniens Grand Dame der Dressur. Sie ist Züchterin, Trainerin, erfolgreiche Reiterin und Dressurrichterin und nun Trägerin des P.S.I.-Awards Dressage Supporter. Niemand weiß besser um die Verdienste der in Oxfordshire beheimateten Lady Inchcape als Ullrich Kasselmann und Paul Schockemöhle, die - wie Laudatorin Monica Thedorescu (Sassenberg) nachrechnete – wohl schon gute 30 Jahre den freundschaftlichen Kontakt zu den P.S.I.-Initiatoren pflegt. Sie gibt Impulse, fördert und pflegt den Dressursport mit all ihren Möglichkeiten. „Eine absolute Ausnahmeerscheinung,“ so Mannschafts- Olympiasiegerin Theodorescu.
Unvergesslich die Bilder aus Hongkong im August, als ein Holsteiner Schimmelwallach namens Marius Voigt-Logistik und sein Reiter Hinrich Romeike aus Nübbel Doppel-Gold bei den Olympischen Spielen in der Vielseitigkeit gewannen. Die Qualitäten des Zahnarztes als Reiter sind seither in aller Munde und den Teamplayer Hinrich Romeike würdigte die hocherfolgreiche und langjährige Mannschaftskollegin Bettina Hoy als eine klugen und außergewöhnlichen Mann, der gezeigt habe wie wichtig der Respekt für den Partner Pferd und für jedes einzelne Teammitglied ist. Hinrich Romeike ist der Träger desP.S.I.-Award Eventing.
Einer anderen reitsportlichen Disziplin hat sich Hannelore Brenner aus Hemsbach verschrieben. Die Diplombetriebswirtin gewann Doppel-Gold in der Dressur bei den Paralympics in Hongkong mit der temperamentvollen Stute Woman of the World. Sinnfälliger Beweis für den Wahlspruch der Frau, die mit einer inkompletten Querschnittslähmung nach einem Reitunfall hocherfolgreich weiterritt und selbst sagt: „Behindert ist, wer sich selbst behindert“. Eine in jeder Hinsicht bemerkenswerte Frau und Sportlerin für den P.S.I.-Award in der Kategorie Dressur, wie es der Laudator und FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau treffend beschrieb.
Mit Spannung erwartet und an einen wahrhaft Großen der Reitsportgeschichte verliehen, wurde der P.S.I.-Lifetime Award, der das Lebenswerk der Preisträgers würdigt. Keinen Geringeren als den fünfmaligen Olympiasieger Hans Günter Winkler aus Warendorf würdigte ARD-Reitsportkommentator Hartmann von der Tann in seiner Laudatio. Hans Günter Winkler ist als Reiter eine Identifikationsfigur der Nachkriegszeit geworden und hat maßgebliche Impulse auch nach dem Ende der sportlichen Laufbahn gegeben. Etliche bedeutende Nachwuchswettbewerbe hat der Springreiter und Marketingfachmann entwickelt und all seine Erfahrungen und Kontakte für den Reitsport eingesetzt. Ein Lebenswerk, welches zusätzlich mit einem Sonderehrenpreis – einer Kreuzfahrt mit dem ZDF-Traumschiff MS Deutschland der Peter Deilmann Reederei im Jahr 2009 von Teneriffa nach Hamburg – belohnt wurde.
Viele ehemalige P.S.I.-Auktionspferde waren schon auf internationalen Championaten und Olympischen Spielen erfolgreich: Hinter Namen wie Cappucino, Weinrausch, Lord Sinclair, Prinz Paul, Weltclassiker oder Livello stehen ehemalige Auktionspferde, die internationale Dressurerfolge feiern. Auch Pozitano, Pilot's High Fly, Quifilio, Ramonus Zoder H.S. Europa zählen zu den absoluten Spitzenpferden, deren Karriere auf der P.S.I. begann.














